Dienstag, 24. November 2020

Kreisfeuerwehrverband Saalekreis e. V.

Kreisfeuerwehrverband distanziert sich vom Deutschen Feuerwehrverband

Mit der Kritik will der Vorsitzende vom Kreisfeuerwehrverband im Saalekreis nicht hinterm Berg halten...


„Wir distanzieren uns klar vom                

Deutschen Feuerwehrverband“, sagt Björn Weber und steht Seite an
Seite mit Jörg Schröter, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes Halle.
Mit Bestürzung schauen die Männer in diesen Tagen wie viele andere Feuerwehrkameraden gen Berlin. 

Schwere Vorwürfe zu Diskriminierung, Beleidigung und Belästigung

Dort stehen sich seit Montag der Deutsche Feuerwehrverband und dessen Geschäftsführerin Müjgan Perçin vor dem Landesarbeitsgericht gegenüber.
Im Raum stehen Vorwürfe Perçins gegen hochrangige Mitglieder des Verbands wegen Diskriminierung, Beleidigung und Belästigung. Der Verband weist dagegen in einer Stellungnahme alle Schuld von sich.

Die Probleme im Deutschen Feuerwehrverband, dem Dachverband aller Feuerwehren in Deutschland, reichen schon länger zurück, gipfeln nun jedoch in dem Gerichtsverfahren. Es ärgert Weber, dass es solche Probleme offenbar überhaupt gibt. „Das sind wir nicht. Wir sind offen und tolerant“, sagt er und bricht zudem eine Lanze für jede Frau, die sich in den Feuerwehren engagiert.

Das sei nicht immer einfach, meint Weber. „Hut ab vor jeder Frau, die sich traut.“ Im Saalekreis waren Ende vergangenen Jahres 411 von 2.635 aktiven Einsatzkräften weiblich, betont der Vorsitzende. Weber erkennt zudem eine Verschiebung: In den aktuellen Kinder- und Jugendfeuerwehren würde sich manchmal das Kräfteverhältnis von Jungs und Mädchen sogar schon zu Gunsten der Mädchen verändern.

Textquelle: Mitteldeutsche Zeitung

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