Feuerwehrhistoriker treffen sich in Benneckenstein

Am 14. Oktober 2017 trafen sich in Benneckenstein im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr die  Facharbeitsgruppe Feuerwehrhistoriker.

Die Begrüßung erfolgte durch den Stellvertreter des Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt, Kamerad Janek Rieche, der gleichzeitig Gruppenführer in der Wehr Benneckenstein ist.

Kamerad Rieche gab einen kurzen Überblick über die Geschichte seiner Wehr, die im Jahre 2016 ihr hundertvierzigjähriges Jubiläum feierte und 2008 in einem neuen Feuerwehrhaus ein Domizil mit verbesserten Dienstbedingungen fand. Mit 45 Einsatzkräften - davon 13 Frauen – 10 Angehörigen der Jugendfeuerwehr und 8 Mitgliedern der Kinderfeuerwehr wird hier eine vorbild-liche Arbeit geleistet. Davon zeugen im Jahr 2016 insgesamt 40 Einsätze aller Art, bei denen eine hohe Qualität demonstriert wurde. Grundprinzip unserer Arbeit, so Kamerad Rieche, ist das Motiv: „über allem die Pflicht“. Davon konnten sich die Feuerwehrhistoriker selbst überzeugen.

Nach der Begrüßung eröffnete der Vorsitzende der Facharbeitsgruppe Feuerwehrhistoriker, Kamerad Hartmut Greulich, die Beratung.

 

Folgende Probleme wurden behandelt:

1.  Bewertung zum Bearbeitungsstand des Buches  „150 Jahre Feuerwehrverband Sachsen-Anhalt“

2.  Feuerwehr und Ministerium für Staatssicherheit in der DDR  - Betrachtungen der Zusammenarbeit

3.  Archivierung von Dokumenten der Feuerwehr

4.  Besichtigung des neuen Feuerwehrhauses der  Wehr Benneckenstein sowie ihrer alten Feuerwache

 

Zu 1.)  Es wurde nochmals eindringlich darum gebeten, noch fehlende Unterlagen zum Buch an die Leitung der Facharbeitsgruppe zu schicken. Schwerpunkt sollte die Gründung der Kreisfeuerwehrverbände seit 1990 sein. Darüber waren sich alle Teilnehmer einig.

Zu 2.)  Bei  der Bewertung der Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR sprach Kamerad Greulich, der die entsprechenden Dokumente sichtete. Eine Zusammenarbeit, so Kamerad Greulich, gab es unter anderem bei Havarien, Bränden, wenn es sich um Wirtschaftsverbrechen handelte. Es ging hier um die Sicherung der Volkswirtschaft, besonders von solchen Störungen durch Feindeinwirkung. Konnten durch das              Ministerium für Staatssicherheit keine Feststellungen getroffen werden, erfolgte die weitere Aufklärungsarbeit durch das Organ Feuerwehr in eigener Zuständigkeit. Interessiert war das MfS auch im Rahmen von Komplexkontrollen im Vorbeugenden Brandschutz. Allerdings erfolgte die hierbei festgestellten Mängel und deren Beseitigung auch durch das Organ Feuerwehr.

Zu 3.)  Es wurde nochmals darauf verwiesen, dass wichtige Dokumente der Feuerwehr kontinuierlich zu archivieren sind. Sie sind an die entsprechenden Archive weiterzuleiten und hier zur Einsicht einzulagern. Dies ist zwingend erforderlich für die Aufarbeitung der Geschichte der Feuerwehren. Hier müssen klare Regelungen und Festlegungen getroffen werden.

Zu 4.)  Nach einer breiten Diskussion zu den vorangegangenen Themen erfolgte die Besichtigung der neuen Feuerwache der FF Benneckenstein. Der Wehrleiter von Benneckenstein, Kamerad Uwe Freystein, übernahm die Führung durch die Wache und verwies voller Stolz auf die hohe technische Ausrüstung seiner Wehr, vor allem mit modernen Löschfahrzeugen.

Der Vorsitzende des Fördervereins der FF Benneckenstein, Herr Bernd Schäfer, zeigte den Teilnehmern die alte Feuerwache. Dieses ist als eine Art Feuerwehrmuseum eingerichtet und vom Förderverein betrieben wird, der seit 2008 existiert. So konnte man hier ein TLF S 4000, einen Granit K 27 und einen Phänomen besichtigen.

Alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass dieses Treffen wieder ein voller Erfolg wa - auch zurückzuführen auf die akribische Vorbereitung durch das Team der FF Beneckenstein, dem unser besonderer Dank gilt.

Text und Bilder: Jürgen Heinrich

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Bild 1: Das historische Fahrzeug Granit

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Bild 2: die Historiker beim Rundgang

 

Weiterbildung am Ausbildungszug Gefahrgut – ein Angebot der INFRA Leuna

Am 12. bis 14. September machte der Ausbildungszug Gefahrgut der Deutschen Bahn Netz AG Station im Leuna-Werk. Diese Ausbildungsmöglichkeit ist deutschlandweit sehr begehrt. So ist es den beharrlichen Anstrengungen von Kam. Hesselbarth, den Leiter der Werkfeuerwehr, zu verdanken, die Trainingsmöglichkeit in Leuna zu haben.

Der Ausbildungszug besteht aus drei Waggons: einem Kesselwagen zur Leckage Abdichtung, einem begehbaren Kesselwagen, an dem die Technik, sowie die verschiedenen Anschlüsse gezeigt und erklärt werden, sowie einem Personenwagen für den theoretischen Teil der Schulung. Dieser Zug ist der einzige seiner Art in Deutschland und damit eine Bereicherung für das Notfallmanagement des Verkehrsträgers Schiene. Der Ausbildungszug unterstützt die Ausbildung und Schulung von Feuerwehren, in deren Einsatzbereich Bahnstrecken liegen. Der Ausbildungszug wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. Natürlich kommt der Verkehrs-träger Schiene damit auch einer moralischen Verpflichtung nach, sein System sicher zu gestalten. Immerhin werden jährlich 60.000.000 Tonnen Gefahrgut auf der Schiene transportiert.

Nachdem der Schulungsleiter Herr Lindenberg das Wissen über Gefahrgutklassen und Kennzeichnung am Kesselwagen aufgefrischt hat, wird am Unterrichtswagen der Aufbau eines Kesselwagens erklärt. Der vorgestellte Kesselwagen ist eine Spezialanfertigung und vereint drei Kesselwagen mit dazugehörigen Armaturen, Sicherheitseinrichtungen und Aufbauten in sich.

Nun kamen die Kameraden der Werkfeuerwehr und die Kameraden der benachbarten Ortsfeuerwehren Leuna (am Dienstag), Spergau (am Mittwoch) und Kreypau und Zöschen-Zweimen (am Donnerstag) zum praktischen „Einsatz“. Bei derartigen Einsätzen ist neben der Routine auch viel Improvisationstalent erforderlich: Holzkeile unterschiedlicher Bauart, Leckdichtkissen, Bandagen mussten verbaut werden. Um das Leckdichtkissen zu fixieren, musste dem Kesselwagen ein Korsett aus Spanngurten angelegt werden. Erfolgskontrolle war sofort möglich, da jedes Leck individuell mit Wasser beaufschlagt werden konnte. Unter dem Kesselwagen wurde ein mobiles Auffangbecken platziert.

Allen Beteiligten ist bewusst, dass im Einsatzfallfall die Einsatzkräfte schweren Atemschutz und Chemikalienschutzanzüge hätten tragen müssen. Außerdem hätte der Großteil der Mannschaft außerhalb des Gefahrenbereichs in Bereitschaft gestanden. Auf beide verschärfende Bedingungen wurde wissentlich verzichtet, um die Ausbildungsmöglichkeiten intensiv nutzen zu können.

Für mich als Beobachter war es interessant, mal die Möglichkeiten „Technische Hilfeleistung“ der Werkfeuerwehr zu sehen. Vielfältige Ausrüstungen für alle möglichen „Operationen“ tun sich auf, wenn die Rollläden geöffnet werden. Der Gefahrgutauflieger, gebaut nach den langen Erfahrungen der Werkfeuerwehr, beinhaltet Operationsbesteck für alle denkbaren Herausforderungen. Die Entnahme und Bereitstellung ist über absenkbare Ladebordwände von einem Kameraden machbar.

Nun aber zurück an den Kesselwagen. Ein provisorischer Anschluss über eine Anschlusskralle wurde gesetzt, passende Übergangsstücke zum Ablass-Schlauch -  kein Problem. Am Ende der Ausbildungseinheit kann man das Lernmotto hinsichtlich der Kesselwagen bestätigen: „Furcht verlieren, jedoch Respekt nicht verlieren!“

Die Freiwillige Feuerwehr Leuna bedankt sich für die gebotenen Möglichkeiten.

Text und Fotos: Georg Schicht

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Bild 1: Herr Lindenberg bei der theoretischen Ausbildung

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Bild 2: Der Kesselwagen vom Ausbildungszug der DB AG

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Bild 3: Anbringen der Leckdichtkissen

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Bild 4: Kam. Hesselbarth demonstriert die Betätigung der Sicherheitseinrichtungen

 

„Tag der offenen Tür“ der Merseburger Feuerwehr ganz im Zeichen der Nachwuchsgewinnung

Als am 10. September 2017 die Freiwillige Feuerwehr Merseburg um 10.00 Uhr den „Tag der offenen Tür“ eröffnete, war sie selbst positiv überrascht, denn es hatten sich hier bereits hunderte Besucher eingefunden. Niemand von ihnen sollte den Besuch bereuen. Dazu trug vor allem das vielseitige Programm bei, welches von den 38 ehrenamtlichen und 26 hauptamtlichen Kräften sowie den 15 Einsatzkräften aus Beuna unter dem Stadtwehrleiter, Kamerad Dirk Grötzsch, akribisch vorbereitet worden war.

Die Ortsfeuerwehr führte verschiedene Einsatzvarianten mit ihrem neuen Löschfahrzeug LF 10 vor. Die Zuschauer resümierten anerkennend – die Kameraden beherrschen das Fahrzeug und seine Ausrüstung in einer Schadens- und Gefahrenlage hervorragend.

Diesen Vorführungen schloss sich eine imposante Ausstellung der Löschfahrzeuge und der Ausrüstung der  Feuerwehrleute von Merseburg an.

Die größte Freude bei den kleinsten Besuchern war die Möglichkeit, einmal selbst in einem Feuerwehrauto zu sitzen und sich wie eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann zu fühlen.

Desweiteren konnten sich die jüngsten Gäste auch an den verschiedensten Spielmöglichkeiten und auf der Hüpfburg die Zeit angenehm vertreiben.

Auch die Möglichkeit die Feuerwache durch einen Rundgang kennenzulernen, wurde von vielen Besuchern genutzt.

Ein großer Höhepunkt war die Vorführung der Jugendfeuerwehr. Diese bekämpften einen Hausbrand an einen kleinen selbst gebastelten Haus mit einem D-Strahlrohr und wurden dafür mit großem Beifall der Gäste belohnt.

Diese Vorführung diente gleichzeitig der Werbung für die Jugendfeuerwehr, so der Stadtjugendfeuerwehrwart, Kamerad Andreas Götze, der im Übrigen bestätigte, dass einige der anwesenden  Kinder Interesse an der Arbeit und den Aufgaben in der Jugendfeuerwehr zeigten.

Dazu trug auch ein weiterer Informationsstand der Jugendfeuerwehr besonders über die Auf-gaben des vorbeugenden Brandschutzes durch  interessante und anschauliche Aussagen bei.

Mit einem Kuchenbasar, reichhaltiger gastronomischer Versorgung sowie der musikalischen Unterhaltung durch die Disco des Vorsitzenden unseres Fördervereins, Herrn Heiko Portius, wurde weiterhin für viel Abwechslung gesorgt.

Der erneute Erfolg unseres „Tages der offenen Tür“ ist vor allem unter anderem auch darauf zurückzuführen:

1.  Für jede Veranstaltung  zum „Tag der offenen Tür“ wird ein neues und anspruchvolles Programm erarbeitet

2.  Über die Lokalpresse, Handzettel und Informationstafeln wurde im Voraus über die Durchführung dieser Veranstaltung informiert, so auch über die Arbeit der FF Merseburg mit den Ortsfeuerwehren Beuna und Geusa im Jahr 2016, wobei die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu immerhin insgesamt 85 Einsätzen aller Art  gerufen wurden. Den Hauptanteil aller Einsätze fuhren mit über 400 die Kameraden der hauptamtlichen Wachbereitschaft der FF Merseburg. 2017 wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bisher zu über 30 Einsätze alarmiert.

3.  In die Vorbereitung und Durchführung unserer Veranstaltung „Tag der offenen Tür“ werden alleAngehörigen der Wehr einbezogen und erhalten hier konkrete Aufgaben.

Viele Besucher des diesjährigen „Tag der offenen Tür“ brachten zum Ausdruck, dass sie auch diesmal viele interessante und informative Eindrücke erhalten haben und sich bereits auf diese Veranstaltung im nächsten Jahr freuen.

Text und Bild: Jürgen Heinrich

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Bild 1: auch in diesem Jahr lockte die Veranstaltung zahlreiche Besucher an

 

„Tag der offenen Tür“ bei der Freiwilligen Feuerwehr Dieskau-Zwintschöna

Eigentlich wollte man am 29.Juli 2017 bei der Ortsfeuerwehr Zwintschöna das 110-jährige Bestehen der Wehr feiern.

Durch Sichtung und Überprüfungen in vorhandenen Dokumenten stellte der Kamerad Ingolf Brömme, der auch Vorsitzender des Heimatvereins Osmünde (Kabelsketal) ist, fest, dass die Freiwillige Feuerwehr Zwintschöna erst am 1. September 1930 gegründet wurde und demnach 87 Jahre alt ist.

Kamerad Brömme nahm die Richtlinien des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt für die Anerkennung von Feuerwehrjubiläen als Grundlage für seine Recherchen und den daraus gewonnenen und nachweisbaren Feststellungen. In seinem aufschlussreichen Vortrag über die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Zwintschöna konnte er überzeugend die Vorgeschichte und Entwicklung der Wehr darlegen.
Demzufolge wurde hier im Jahr 1920 ein Spritzenverband gegründet und 1929 ein Löschzug Modell „Zeitz“ stationiert. Nach einer Schulübung erfolgte die Gründungsversammlung der Wehr und 1934 trat man dem damaligen Kreisfeuerwehrverband  bei.
Im Jahre 1930 erfolgte die Vereinigung der Betriebsfeuerwehr der Montan-Union mit der Freiwilligen Feuerwehr Zwintschöna als eine Feuerwehr.
Ab 1933 wurde sie Hilfstruppe der Polizei.

Da dieser festliche Tag als 110-jähriges Jubiläum vorbereitet war und es unter diesem Gesichtspunkt nicht durchgeführt werden konnte, war man sich unter dem Ortswehrleiter, Kamerad Tino Schmidt, einig, die organisierten Programme als „Tag der offenen Tür“ stattfinden zu lassen.

Und den Angehörigen der Wehr, den Gastwehren sowie einer Vielzahl von Gästen wurde ein interessantes und vielseitiges Programm geboten. 

Da gab es den imposanten Festumzug der Wehren, anschauliche Vorführungen der Jugendfeuerwehr, eine interessante Festolympiade der Mannschaften und ab 20.00 Uhr Tanz, musikalisch gestaltet von der Disco mit dem DJ Frank Schneider.

Die 20 Einsatzkräfte- davon 3 Frauen, die 5 Angehörigen der Jugendfeuerwehr und 9 Angehörigen der Kinderfeuerwehr sowie die Alters- und Ehrenabteilung -waren sich sicher und davon überzeugt, dass ihr Festprogramm bei den Wehren und den Gästen großen Anklang fand.

Dies bestätigten auch nachdrücklich und mit dankenden Worten  der Gemeindebürgermeister von Dieskau-Zwintschöna, Herr Alf Salomon und der Ortsbürgermeister von Zwintschöna, Herr Hilmar Witt.

Ein besonderer Dank gilt dem Kameraden Brömme, der die Entwicklung der Wehr Zwintschöna anschaulich und überzeugend darlegte. Er trug mit seinem Vortrag vor allem dazu, dass sich der Stolz auf das Ehrenamt Feuerwehr weiter ausprägt und die Notwendigkeit einer Feuerwehr für das Gemeinwohl erneut bestätigt wurde.

Text und Bild: Jürgen Heinrich

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Bild: li. Kam. Ingolf Brömme, re. OWL, Kam. Tino Schmidt

Jugendfeuerwehr-Aktionstag am 26.08.2017 in Gröst (Stadt Mücheln)

Am 26.08.2017 veranstaltete die Feuerwehr Gröst (Stadt Mücheln) gemeinsam mit dem Pfingst- sowie Sportverein einen Jugendfeuerwehr- Aktionstag auf dem örtlichen Sportplatz. Zahlreiche Kinder und Jugendliche aus dem Ort, aber auch die Jugendfeuerwehren der Stadt Mücheln konnten an einem spielerischen und feuerwehrtechnischen Tag ihr Können unter Beweis stellen. Bei einem Stationsbetrieb galt es zum Beispiel, mit zusammen geknoteten Beinen einen Parcours zu überwinden. Dabei spielte Kommunikation und Verständnis eine wesentliche Rolle. Des Weiteren musste ein Eimer mit Wasser in einen anderen Behälter umgefüllt werden. Dazu wurde jedoch nur ein Schwamm benutzt, welcher das Wasser aufsaugte und so transportierte. Nachdem die sechs Stationen durch jede Mannschaft absolviert wurden, konnten sich die Kinder bei Nudeln und Tomatensoße stärken und neue Kräfte sammeln. Am Abend zählten dann eine Disco sowie Stockkuchen essen zu den Höhepunkten bevor in den Zelten vor Ort übernachtet wurde. Zum gemeinsamen Frühstück und Morgenappell trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sonntagmorgen, bevor sie die Zelte abbauten und aufräumten.  

Hintergrund des Aktionstages ist eine geplante Jugendfeuerwehrgründung in Gröst noch in diesem Jahr.

Text und Bilder: Tony Panse

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Bild 1: Beginn des Stationsbetriebes mit Versammlung aller Mannschaften

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Bild 2: Mit aneinandergebundenen Beinen mussten sich die Jugendfeuerwehrmitglieder durch einen Parcours schlängeln

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Bild 3: Das aufgesaugte Wasser musste mit einem Schwamm transportiert werden

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Bild 4: Auf zwei Holzbrettern musste "Ski" gefahren werden

 

19. Schlauchbootrennen am Hassesee in Roßbach (Stadt Braunsbedra)

Bereits zum 19. Mal luden die Kameraden der Feuerwehr Roßbach (Stadt Braunsbedra) zum jährlichen Schlauchbootrennen an den Hassesee ein. Insgesamt 28 Mannschaften traten jeweils zu dritt im Kampf um die begehrten Pokale und Urkunden an. Ziel war dabei wieder, mit dem Schlauchboot am Strand zu starten, bis zu den weit entfernten Bojen zu paddeln und zügig wieder ans Ufer zurückzukehren. Vor allem durch die richtige Technik und Kampfgeist konnten sich die Siegermannschaften einen Podiumsplatz sichern. Die Plätze in den drei Kategorien wurden durch die Mannschaften wie folgt belegt:

Jugendfeuerwehr:

1. Leuna II

2. Mücheln II

3. THW I

 

Frauen:

1. Merseburg

2. Oechlitz

 

Männer:

1. Roßbach

2. Beuna

 3. Oechlitz

 

Text und Bilder: Tony Panse

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Bild 1: Zahlreiche Mannschaften aus dem Saalekreis nahmen Teil

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Bild 2: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die Frauen um den 1. Platz 

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Bild 3: Endspurt auf den letzten Metern

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Bild 4: Ehrung der THW Jugend, die den 3. Patz belegte

 

 

 

Dreifach-Jubiläum: Feuerwehr in Oechlitz hat Grund zum Feiern

Die Freiwillige Feuerwehr Oechlitz (Stadt Mücheln) hatte am 05.08.2017 allen Grund zu feiern. Gleich drei Jubiläen standen in diesem Jahr an: 115 Jahre Freiwillige Feuerwehr, 20 Jahre Jugendfeuerwehr und 10 Jahre Kinderfeuerwehr finden seither Tradition.

Besonders der Bürgermeister der Stadt Mücheln, Andreas Marggraf, ist stolz auf das, was in Oechlitz gewachsen ist. Die Kinderfeuerwehr fällt dabei sehr positiv auf, da sie eine der Ersten im Landkreis Saalekreis im Jahr 2007 war. Doch auch die Jugendarbeit trägt ihre Früchte. So konnten schon zahlreiche Jugendfeuerwehrkameraden in die aktive Einsatzabteilung übernommen werden, was als Grundbaustein für eine erfolgreiche Mitgliederentwicklung in einer freiwilligen Feuerwehr gilt.
Auch Ortsbürgermeisterin Yvette Barthzeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit in der Ortsfeuerwehr. Die stetige Einsatzbereitschaft zählt damit für sie als wichtigster Punkt in der Feuerwehrarbeit.
Das Zusammenarbeiten mit anderen Ortsfeuerwehren spielt dabei ebenso eine große Rolle, da man im Einsatzfall öfters mit anderen Wehren zusammen alarmiert wird, betonte auch Stadtwehrleiter Ronald Heidler.
Die Jugendfeuerwehrkameraden hatten sich noch etwas besonderes einfallen lassen. Sie dankten allen Kameradinnen und Kameraden, die sie bei ihren Diensten und Aktivitäten ständig unterstützen; mit eigens ausgedachten Sprüchen.
 

Text und Bilder: Tony Panse

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Bild 1: Der Müchelner Bürgermeister Andreas Marggraf gratuliert und bedankt sich bei der Feuerwehr

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Bild 2: Kamerad Michael Jahn gratulierte im Namen des KFV und überbrachte stellvertretend die Glückwünsche des Kreisbrandmeisters

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Bild 3: Der Stadtwehrleiter, Kam. Ronald Heidler, gratulierte seiner Ortsfeuerwehr Oechlitz

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Bild 3: Mitglieder der JF Oechlitz bedankten sich beiallen Betreuern und Förderern mit einem besonderen Geschenk


Kinder- und Jugendfeuerwerlager in Burgliebenau

Vom 04.-06.0.2017  fand in Burgliebenau das Kinder- und Jugendzeltlager der Feuerwehren der Gemeinde Schkopau statt. Insgesamt 120 Kinder und Jugendliche beschäftigten sich in diesem Jahr unter dem Motto „Zirkus“ mit zahlreichen Aktionen und Aktivitäten, die das Wochenende so mit sich brachte. Neben den Ortswehren der Gemeinde Schkopau beteiligten sich auch die Feuerwehren aus Zöschen/Zweimen sowie die Kinder aus Langenbogen am diesjährigen Zeltlager.

Nach Ankunft der teilnehmenden Feuerwehren am Freitag mussten erst einmal die Zelte aufgebaut werden, in denen die Jugendlichen übernachteten. Zur Stärkung wurde anschließend gegrillt und ein Lagerfeuer angezündet um gemütlich beisammensitzen zu können. Der Abend wurde danach durch eine Disco abgerundet bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Musik tanzen konnten.

Am Samstagmorgen starteten alle mit einem stärkenden Frühstück in den Tag, bevor der Zirkus „Klatschmoon“ einige Attraktionen zu bieten hatte. In einem Stationsbetrieb konnten die Kinder und Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen. Neben einer Balancierstrecke gab es auch eine Riesenschaukel sowie mehrere Geschicklichkeitsstationen zu erleben. Konnte man sich an der einen Station im Jonglieren ausprobieren, so musste an der anderen Station das Körpergewicht auf einem Brett balanciert werden, welches auf einer Rolle aufgelegt war. Am Nachmittag konnte durch das warme Wetter der Wallendorfer See hervorragend ausgenutzt werden, um sich abzukühlen. Abgesichert wurde dies durch die DLRG Ortsgruppe Leuna/Merseburg. Im Anschluss erfolgte die Abschlussveranstaltung des Zirkus mit einer atemberaubenden Feuershow. Das Ende hingegen fand der Abend in einer Nachtwanderung für die Kinder und Jugendlichen, bei der es noch einmal spannend und gruselig wurde.

Der Sonntag beinhaltete dann das letzte gemeinsame Frühstücken im Zeltlager sowie das Aufräumen und Sauber machen der Zelte bzw. des Lagergeländes. Das Zeltlager der Gemeindefeuerwehren aus Schkopau war somit wieder ein voller Erfolg mit viel Spaß, Spannung und Abwechslung.

Ein großes Dankeschön geht dabei an die Gemeinde Schkopau, das Jugendamt Saalekreis, dem Zirkus „Klatschmoon“ aus Halle, der Firma Klemme aus Eisleben sowie den zahlreichen Sponsoren dieser Veranstaltung.
 

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Bild 1: Spiel, Spaß und gute Laune im Lager in Burgliebenau

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Bild 2: Die Teilnehmer absolvierten verschiedene Stationen

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Bild 3: In diesem Jahr war auch Wetterschutz angesagt

Nachruf

Ein Leben für die Feuerwehr

Plötzlich und unerwartet verstarb kurz vor Vollendung seines sechsundsiebzigsten Lebensjahres der

Kamerad Karl-Friedrich Schnicke

von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Lauchstädt-Schotterey.

Kamerad Schnicke trat bereits mit 15 Jahren in die Feuerwehr ein.

Auf Grund seiner positiven Entwicklung, seiner dabei erworbenen fachlichen Kompetenz und seines menschlichen Einfühlungsvermögen wurde er 1972 Wirkungsbereichsleiter für den Bereich Bad Lauchstädt und war hier für Ausbildung und Einsatz verantwortlich.

Im Jahr 2000 wurde er zum Brandabschnittsleiter für den Brandabschnitt II berufen und führte diese Funktion hoch motiviert bis zum Jahr 2006 aus.

Trotz seines Ausscheidens aus dem aktiven Dienst setzte er sich sehr engagiert für die Nachwuchsentwicklung ein und war Initiator der Gründung von Kinderfeuerwehren im Saalekreis.

Das vorbildliche und immer vorausschauende Wirken des Kameraden Schnicke im Interesse der Feuerwehren verdient große Anerkennung und höchsten Respekt und wurde mit hohen Auszeichnungen im Brandschutz geehrt.

Kamerad Schnicke wird uns immer als engagierter und hochgeachteter Feuerwehrmann in ehrender Erinnerung bleiben.

Unser aufrichtiges Beileid und inniges Mitgefühl gilt seiner Familie.

  

    Michael Jahn                                                                      Kamerad Karsten Pfitzner

    Vorsitzender des                                                               Stadtwehrleiter

    Kreisfeuerwehrverbandes Saalekreis                            im Namen der Angehörigen der

                                                                                                 Freiwilligen Feuerwehr Bad Lauchstädt

 

 

 

 

Mit Blick auf die Burg – Kreisjugendzeltlager 2017 in Querfurt

Für die knapp 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es wieder einer der Höhepunkte des Jahres. Vom 15.06 bis 18.06.2017 fand in Querfurt das jährliche Kreisjugendzeltlager der Feuerwehren des Saalekreises statt. 36 Wehren waren mit ihren jungen Brandschützern angereist, um ein abwechslungsreiches und abenteuerliches Wochenende zu erleben. Zu Beginn musste jedoch erst einmal gearbeitet werden. Die knapp 50 Mannschaftszelte, in denen die Jugendlichen übernachteten mussten aufgebaut und eingeräumt werden, was bis zur Eröffnung um 18 Uhr durch Teamarbeit zügig erledigt werden konnte. Anschließend eröffnete Andreas Slawinsky (Kreisjugendwart des Saalekreises) zusammen mit Michael Jahn (Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Saalekreis e.V.) und Herrn Heinze (Ordnungsamtsleiter Saalekreis) das Zeltlager 2017 auf dem Querfurter Festplatz. Besonders erfreulich war auch die Anwesenheit zweier polnischer Mannschaften, die aufgrund einer jahrelangen Freundschaft wieder den Weg in den Saalekreis gefunden haben. Auf dem Plan stand für Freitag eine Nachtwanderung, zu der die Jugendfeuerwehren gegen 19 Uhr aufbrachen. Durch die Querfurter Innenstadt verteilt mussten sich die Jugendlichen an verschiedenen feuerwehrtechnischen Stationen beweisen. Knotenkunde, Aufbau eines provisorischen Wasserwerfers und Sichern einer Einsatzstelle waren dabei wichtige Bestandteile der Route, um möglichst viele Punkte zu sammeln. Der Samstagmorgen begann wie gewohnt mit einem gemeinsamen Frühstück an den Zelten, bevor es sportlich weiterging. Beim Volley- und Zweifelderball konnten die Teams ihre spielerischen Qualitäten auf dem großen Sportplatz, unabhängig vom Feuerwehralltag unter Beweis stellen. Zweiter Bestandteil des Tages war die große Lagerolympiade mit zahlreichen Stationen. So mussten die Teilnehmer mit Hilfe von Seilen und Holzstäben eine stabile Leiter bauen. Verwendet wurden dabei – wie soll es anders sein natürlich nur Feuerwehrknoten. Besonders hier spielte eine gute Kommunikation und Verständnis eine wesentliche Rolle. Auch bei der folgenden Station wurde den Jugendlichen einiges abverlangt. So mussten Schläuche ausgerollt und ein Verteiler gesetzt werden. Anschließend erfolgte die Überprüfung dreier Feuerwehrknoten an einem Bindebock, bevor mit der Kübelspritze ein kleiner Becher umgeschossen werden musste. Ruhiger hingegen ging es bei der Station des DRK weiter. Hier sollte eine verletzte Person versorgt und behandelt werden. Die wesentlichen Erstmaßnahmen wurden dabei anhand eines Fallbeispiels abgefragt und gefestigt. Ebenso musste man beim THW sein technisches Wissen unter Beweis stellen. Mit verbundenen Augen sollte eine Kugel durch ein Labyrinth auf einem Holzbrett vom Start ins Ziel befördert werden. Nur eine Person durfte dabei auf das Brett schauen und somit den anderen Kameraden Anweisungen geben, wie das Brett zu bewegen ist. Mit einer Disco konnten sich alle am Abend noch einmal verausgaben und tanzen, bevor am Sonntagmorgen die Auswertung der Lagerolympiade vom Samstag stattfand. Alle Mannschaften haben die Hürden der einzelnen Stationen hervorragend bewältigt, was das Ziel der Olympiade war. Die drei besten Teams wurden am Ende mit einem großen Pokal und einer Urkunde ausgezeichnet. Die Platzierungen waren wie folgt: 

      • 1. Jugendfeuerwehr Holleben
         2. Jugendfeuerwehr Dölbau
         3. Jugendfeuerwehr Brachwitz

Der Kreisfeuerwehrverband Saalekreis e.V. dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das schöne Zeltlager 2017. Ein besonderer Dank geht an die Stadt Querfurt, den Landkreis Saalekreis und an alle Helferinnen und Helfern die diese Großveranstaltung ermöglicht haben.

Text und Bilder: Tony Panse


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Bild 1: Herr Heinze überbringt die Grüße des Landrats

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Bild 2: Aktionen, Spiel und Spaß bestimmten das Programm

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Bild 3: Auch in diesem Jahr hatten wir liebe Gäste aus Polen

 

Die Freiwillige Feuerwehr Langeneichstädt führte ihren bereits zur Tradition gewordenen „Tag der offenen Tür“ durch

Am 30.April 2017 war es wieder soweit – viele Bürger von Langeneichstädt und die Wehren des Bereiches Mücheln waren gekommen, um zu sehen, wie sich die Wehr von Langeneichstädt weiter entwickelt hat.

Und sie konnten nur staunen, was die Wehr mit ihren 24 Einsatzkräften, davon 4 Frauen, den 11 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und den 18 Mitgliedern der Kinderfeuerwehr sowie den Mitglieder ihrer Alters- und Ehrenabteilung so alles Neues und Interessantes vorweisen konnten.

Da hatten sich der Ortswehrleiter, Kamerad Steve Rühlmann, seine Vertreterin, Kameradin Peggy Nöckel, und ihre Feuerwehrleute für diesen Tag Einiges einfallen lassen und organisiert.

Einen besonderen Schwerpunkt nahm dabei der Vorbeugende Brandschutz und die Werbung für die Feuerwehr ein.  So wurden interessante Collagen über die Notwendigkeit von Rauchmeldern und deren Anbringung sowie über die wachsenden Aufgaben der Feuerwehr bei der Bekämpfung von Schadensereignissen recht anschaulich gestaltet. Auch die Werbung für die Kinder- und Jugendfeuerwehr war aussagefähig und überzeugend.

Nicht eingeplant war, dass sich die Besucher ganz nebenbei auch von der Einsatzbereitschaft der Gastwehren überzeugen konnten, denn sie wurden während der Veranstaltung alarmiert und mussten zu einer Brandbekämpfung ausrücken.

Höhepunkt des Tages war die würdige Auszeichnung des ehemaligen Wehrleiters, Kamerad Fritz Kluge, der 1967 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Langeneichstädt wurde. Er war hier von 1974 bis zum 01.Mai 2014 Wehrleiter und hat in dieser Zeit die Wehr erfolgreich geführt.

In der Laudatio des Kreisfeuerwehrverbandes Saalekreis wurde sein langjähriges  unermüdliches Wirken für sein Ehrenamt und seine dabei erworbenen großen Verdienste mit Nachdruck hervorgehoben und gewürdigt.

Mit herzlichen Grußworten bedankte sich der Ortsbürgermeister von Langeneichstädt, Herr Lutz Kloss, bei dem ausgezeichneten Kameraden für seine ehrenamtliche Leistungen sowie bei den Feuerwehrangehörigen für ihre hohe Einsatzbereitschaft für das Gemeinwohl.

Auf jeden Fall war dieser „Tag der offenen Tür“ der Freiwilligen Feuerwehr Langeneichstädt wieder ein voller Erfolg und für die vielen Besucher  gab es keine Veranlassung, ihr Kommen  zu bereuen.

Text und Bild: Jürgen Heinrich

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Bild v. l. n. r.: Bürgermeister Kloss, Kameradin Nöckel, Kamerad Kluge

 

Imposantes neunzigjähriges Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Großkugel

Nach der am 11.Februar 2017 durchgeführten großen Festsitzung zum Jubiläum wurde von den Angehörigen der Wehr am 29.April 2017 nochmals eine würdige Veranstaltung organisiert und den zahlreichen Gästen ein interessantes und abwechslungsreiches Programm geboten.

Der Ortswehrleiter, Kamerad Denny Kühn, die 25 Einsatzkräfte , die 18 Jugendfeuerwehrmitglieder, die 12 Mitglieder der Kinderfeuerwehr sowie die 20 Angehörigen der Alters- und Ehrenabteilung  hatten sich zu diesem Ehrentag Einiges einfallen lassen.

Punkt 12.00 Uhr heulte die Sirene über Großkugel und der Festakt begann.

Der Höhepunkt war der Festumzug mit alter und moderner Löschtechnik, bei dem sich 66 Fahrzeuge beteiligten, besonders welche aus dem Brandabschnitt IV.

In der Laudatio des Kreisfeuerwehrverbandes Saalekreis wurde die Bedeutung der Wehr für diesen Brandschutzabschnitt nochmals hervorgehoben. Das bestätigen unter anderem die 55 Einsätze aller Art im Jahr 2016 und die bereits 2017 gefahrenen 15 Einsätze.

Aber auch die Traditionspflege spielt hier bei der Wehr Großkugel eine große Rolle. Diesem Anliegen diente vor allem auch die Vorführung der alten, noch voll funktionsfähigen, Spritze von 1829, die seit 1929 bei der FF Großkugel ist.

Seit der Gründung der Wehr 1927, so betont in der Laudatio des Kreisfeuerwehrverbandes Saalekreis, vorgetragen von der Frauensprecherin des Verbandes, Kameradin Monika Rode,

wird durch die Angehörigen der Wehr das Motiv der Feuerwehrleute „Gemeinwohl geht vor Eigenwohl“ mit einer hohen Einsatzbereitschaft verwirklicht.

Nach der weiteren großen Gratulationstour für die FF Großkugel von den Gastwehren, des Gemeindebürgermeisters, Herrn Kurt Hambacher und des Ortsbürgermeisters, Herrn Mike Maßdorf, gratulierte auch die anwesende Partnerfeuerwehr aus Altentreptow  (Brandenburg).

Ab 18.00 Uhr gab es zum Ausklang des Tages eine Feuerwehrdisko.

Am Sonntag, den 30.April 2017, wurden die Bürger und Gäste durch die Sirene ab 11.00 Uhr   permanent darauf hingewiesen, dass die Feierlichkeiten weitergehen und zum Frühschoppen eingeladen wird.

Danach wurden Vorführungen der Kinder- und Jugendfeuerwehr geboten und ab 18.00 Uhr ein Hexenfeuerwerk.

Den krönenden Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten bildete ein Feuerwerk.

Bürger und Gäste sowie die Feuerwehrangehörigen waren sich alle einig – ein unvergessliches Jubiläum, das in der Chronik der Wehr einen würdigen Platz einnehmen wird.

Für die großen Anstrengungen bei der Organisation und Durchführung dieses Festes gilt ein besonderer Dank dem Ortswehrleiter, Kamerad Kühn, den fleißigen Kameradinnen, die den Kuchenbasar durchführten sowie den Versorgungstrupps, die reichlich für Essen und Getränke sorgten.

Dank verdienen vor allem auch die Wehren, die den Festumzug zu einem einmaligen Erlebnis machten.

 

Bericht und Bild: Jürgen Heinrich

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Foto: Mitglieder der Wehr an der Handdruckspritze

 

„Brandheiße Ausbildung“ im Feuerwehrübungshaus für die Atemschutzgeräteträger aus der Gemeinde Salzatal am 29.04.2017

Am Samstag, den 29.04.2017, hatten wiederum 12 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Salzatal die Möglichkeit, am Training zur Brandbekämpfung im Feuerwehrübungshaus am Institut für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) Heyrothsberge teilzunehmen.

Bereits am Freitag erfolgte die Sicherheitseinweisung durch den Trainer im Feuerwehrgerätehaus Schochwitz. Hier wurden die Sicherheitseinrichtungen des Brandhauses und weitere Ausbildungsbestandteile und Wiederholungen geschult.

Am Samstag setzten sich die teilnehmenden Kameraden aus Beesenstedt, Höhnstedt, Pfützthal, Schochwitz und Zappendorf und die drei Trainer bereits um 6.00 Uhr morgens mit den  Mannschaftstransportfahrzeugen in Richtung Heyrothsberge in Bewegung. Gegen 7.30 Uhr erreichten wir das Gelände des IBK. Hier begannen sofort die Vorbereitungen für das Training.

Hierbei ist zu erwähnen, dass für das Training ein sehr hoher Materialaufwand notwendig ist. Es mussten die Atemschutzgeräte inklusive Flaschen, Schläuche und andere Gegenstände sowie die gesamte Versorgung mitgenommen werden.

Nach dem Frühstück begannen die Teilnehmer gut gestärkt und vorbereitet mit den Übungen. Als erstes stand die sogenannte Wärmegewöhnung bei 400°C im Brandraum an.

Die verschiedenen Angriffstrupps mussten dann weiterhin bei einem Garagenbrand, Kellerbrand, Wohnzimmerbrand und Treppenbrand ihr Können unter Beweis stellen. Das Hauptaugenmerk  wurde dabei auf die Türöffnung des Brandraumes, absuchen des Brandraumes und das Löschen der Brände mit geringem Einsatz von Wasser gelegt.

Nach einem kleinen Mittagessen standen die letzten beiden Ausbildungseinheiten auf dem Plan. Bei einer Komplexübung wurde auch ein Atemschutzunfall eines Feuerwehrkameraden simuliert. Dieser verunfallte Kamerad musste aus dem Brandraum (Keller) über eine Außentreppe in Sicherheit gebracht werden. Nach dieser sehr anstrengenden Übung stand als letztes das Vorgehen bei einem „Flashover“ auf dem Programm. Ein Flashover ist eine Durchzündung der Rauchgase, bei welcher Temperaturen von bis zu 1000°C entstehen können.

Nach dem alles wieder in den Fahrzeugen verstaut war, machten sich die Kameraden nach einem sehr anstrengenden Tag gegen 18:00 Uhr auf den Rückweg ins Salzatal. Jeder der teilnehmenden Einsatzkräfte war insgesamt bis zu 100 Minuten in den jeweiligen Brandräumen und unter Atemschutz eingesetzt und musste die gestellten Aufgaben mit der ca. 20 kg schweren Ausrüstung bewältigen. 

Die Gemeindefeuerwehr Salzatal bedankt sich bei den drei Trainern und den teilnehmenden Kameraden sowie bei der Gemeinde Salzatal für die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel für diese Ausbildung.  

Durch die Teilnehmer wurde in der Auswertung ein sehr positives Fazit dieser intensiven Ausbildung gezogen und wünschen sie sich eine Fortsetzung in den kommenden Jahren.

 

Text und Bilder: Stephan Ossig, Gemeindewehrleiter

 

Simulation Garagenbrand mit PKW:

vorgehender Angriffstrupp zur Brandbekämpfung

 

 

 

Simulation Küchenbrand 1. OG:

vorgehender Angriffstrupp zur Brandbekämpfung

 

Gruppenfoto Teilnehmer

 

24-h-Dienst der Jugendfeuerwehren der Stadt Mücheln: Hilferufe, aufmerksame Bürger und dicker Rauch

 „Ich war im Garten als ich die Hilferufe gehört habe. Ohne nachzudenken habe ich meinen Hund genommen und bin hierher gefahren um
zu helfen!“

Dies berichtet eine junge Frau, die abgehetzt mit ihrem braunen Mischlingshund am Aussichtsturm Stöbnitz steht. Und, liebe Leserinnen und Leser, auch jetzt bekomme ich noch Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke, dass sie sofort bereit war, zu helfen.

Aber wem? Und aus welcher Notlage? Wer ruft da? Wer braucht Hilfe?

Kinder spielen am Aussichtsturm, so viel ist bekannt. Eines davon solle sich nicht mehr herunter trauen. Doch als die Feuerwehr am Unglücksort eintrifft, gestaltet sich die Situation doch etwas anders als die Leitstelle angegeben hatte.

Tatsächlich waren zwei Kinder noch auf dem Turm und beide – wie sollte es auch anders sein – finden den Weg nicht mehr nach unten. Treppe? Unbenutzbar – einsturzgefährdet!

Lange muss der Einsatzleiter nicht grübeln. „Wir leitern an und retten das Kind auf der zweiten Empore. Für das Kind ganz oben bauen wir den Sprungretter auf. Zum Einsatz vor!“, lautet der klar und deutlich formulierte Einsatzbefehl.

Sie macht ihren Job wirklich gut, die Jugend aus Mücheln, Langeneichstädt und Oechlitz. Dabei sind sie doch alle erst zwischen 10 und 17 Jahren alt. Agieren wie die Großen. Wissen worauf es ankommt. Den Anstellwinkel der Leiter nämlich. Die Ausrichtung des Sprungretters. Und die Tatsache, dass sowohl die Betroffenen als auch die Passanten versorgt werden müssen.

Jeder verlässt sich auf jeden. Jeder ist bereit dem anderen zu helfen. Jeder weiß, was er zu tun hat.

„Alle Kinder gerettet!“, ist das Stichwort. „Rückbau“, die logische Antwort zum diesjährigen Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehren der Stadt Mücheln (Geiseltal) an welchem sich erneut die Jugendlichen aus Oechlitz, Langeneichstädt und Mücheln beteiligen. 32 Jugendliche, alle mehr oder weniger lange dabei, alle voller Elan.

Wenn Sie die Jugendlichen fragen, sollte der Tag wahrscheinlich nie enden – aber irgendwann sind auch 24 Stunden um und die Bilanz wird gezogen.

Abzuarbeiten galt es einen Verkehrsunfall mit 3 Fahrzeugen und einem Radfahrer, ein unkontrolliertes Lagerfeuer mit Explosion, einen Flächenbrand, das Retten spielender Kinder vom Aussichtsturm und als krönenden Abschluss einen Vollbrand eines kompletten Wohnhauses in Oechlitz. Zu diesem Zweck stellte der Kamerad Oliver Ihring der Ortsfeuerwehr Oechlitz sein Haus zur Verfügung. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich beim Kameraden Ihring für die Möglichkeit bedanken.

„Wir wollten es nicht so leicht machen. Im Hinterhof befinden sich noch drei Schafe.“, lächelt Thomas Junge, der als Vertreter der Stadtwehrleitung und Zuständiger für Aus- und Fortbildung das Geschehen in Oechlitz beobachtet.

Leicht waren diese 24 Stunden tatsächlich nicht.

Meterweise Schläuche galt es zu verlegen und wieder einzurollen. Wege zu finden um Gebäude oder Fahrzeuge zugänglich zu machen. Lösungen für Probleme, bei denen selbst manch erfahrener Feuerwehrmann einen Hauch Verzweiflung verspüren würde.

Lange hatten die Jugendlichen noch an einem Vorfall an der Marina Mücheln zu knabbern.

Hier fühlte sich der Bewohner eines Hausbootes vom fingierten Einsatz gestört. Laut rief er um Hilfe. Die Jugendlichen gingen fälschlicherweise davon aus, dass es sich tatsächlich um eine zu rettende Person handelte. Die Betreuer schritten hier jedoch ein und wiesen an, dass dies tatsächlich nicht in den Einsatzablauf gehöre.

Bei der Auswertung unter den Betreuern stellten wir fest, dass es schlimm ist, wenn Jugendliche, die doch den Brandschutz in Zukunft sichern sollen, bereits in so jungen Jahren mit dem Unverständnis der Menschen gegenüber der Arbeit der Freiwilligen im Feuerwehrdienst konfrontiert werden.

Doch auch dieses Erlebnis war nach ein paar Stunden Schlaf und einem guten Frühstück vergessen.

Bekocht haben sich die Jugendlichen übrigens wie jedes Jahr selbst – Nudeln und Tomatensoße.

 

Rege wurde das Treiben jedoch immer wieder vom Aufheulen der Sirene gestört.

 

„Ja, die Aufgaben waren nicht leicht, aber alle beherrschbar.“, sagt Thomas Kukuska, Stadtjugendfeuerwehrwart und auch in diesem Jahr wieder Organisator der Aktion, die wie immer gut angenommen wurde.

Tatkräftig wurde er in diesem Jahr von insgesamt elf Betreuern unterstützt, die gleichermaßen im Auge behielten, dass weder die Jugendlichen noch die Technik Schaden nehmen. Selbstverständlich gab es nicht nur starre Aufgaben abzuarbeiten sondern auch einen Ausbildungsplan – Knoten, Fahrzeug- und Gerätekunde, Gefahren an der Einsatzstelle, Einheiten im Löscheinsatz und, und, und. Immer unterbrochen von kleinen Lachern, denn die Jugendlichen sollen neben der Arbeit auch Spaß haben.

So gab es zur Aufmunterung Gummitiere und Schokosinen und sogar über einen Halspilz dachte man nach, als es kalt wurde.

Was, Sie kennen den Halspilz nicht? Lernen Sie ihn kennen, beim nächsten Berufsfeuerwehrtag in 2018. Denn wir brauchen nicht nur die Jugendlichen, die einmal unsere Arbeit übernehmen sollen sondern auch noch den ein oder anderen Erwachsenen, der sich schon jetzt ihrer annimmt.

Und wenn Du jetzt Lust bekommen hast Teil einer Berufsfeuerwehr zu sein, komm zu deiner Feuerwehr und melde dich an!

 Wir haben noch Plätze frei!

 

Text: Peggy Nöckel,Jugendfeuerwehrwartin OF Langeneichstädt

 Foto: Thomas Kukuska

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Interessante Vorträge beim Treffen der Feuerwehrhistoriker

Am 08.04.2017 traf sich die Facharbeitsgruppe „Feuerhistorik“ unseres Landes in Magdeburg-Olvenstedt.

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Kamerad Hartmut Greulich, begrüßte die Teilnehmer und gab das Arbeitsprogramm bekannt.

Als erstes stellte die BF Magdeburg ihren neu angeschafften Hubsteiger vor, der bei Schadens-ereignissen in Industrieanlagen zum Einsatz kommt.

Danach erfolgte durch die Ortswehrleiterin von Olvenstedt, Kameradin Anette Siedentopf, ihre Wehr vor. Besonders stolz sind sie hier auf ihr neues Feuerwehrhaus, welches 2013 an sie über-geben wurde. Die 44 Einsatzkräfte der Wehr wurden 2016 voll gefordert, so Kameradin Siedentopf, mussten sie doch zu 105 Einsätzen ausrücken. Vorbildlich ist in der Wehr auch die Arbeit mit der Kinder- und Jugendfeuerwehr, betonte sie weiter.

Nachfolgend sprach Herr Jürgen Rößner, ein ehemaliger Mitarbeiter des Feuerwehrinstitutes Heyrothsberge, über die Entwicklung von Abgasstrahllöschfahrzeugen in der ehemaligen DDR. Diese waren mit Düsentriebwerken von Flugzeugen ausgerüstet. Mit dieser Neuentwicklung gab es nun wirkungsvolle Löschverfahren mit Schubstrahl, deren Einsatz besonders im Bereich von Industrieanlagen erfolgte. Diese Entwicklung wurde nach der gesellschaftlichen Wende in der BRD fortgesetzt durch eine neue Generation von Abgasstrahllöschfahrzeugen bzw. Turbo-löschfahrzeugen.

Der Kamerad Dieter Tranitz informierte über die Entwicklung von Turbolöschern bei der damaligen NVA, deren Einsatz für Tunnel, Umweltverschmutzungen und für das Ausbrennen von Gasen gedacht war.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde nochmal darauf verwiesen, dass die Kreisfeuerwehr-verbände die Erfassungsbögen anlässlich des hundertfünfzigjährigen Bestehens des Landes- feuerwehrbandes Sachsen-Anhalt ausfüllen.

Der Tenor dieser wieder Interessanten und sehr wissensreichen Veranstaltung, so Kamerad Greulich, ist, dass unsere Arbeit dazu dienen soll, Geschichte zu verstehen und sie für uns in Gegenwart und Zukunft zu nutzen.

Ein Dankeschön geht an das Team der FF Olvenstedt für die gute Bewirtung.

 

Text: Jürgen Heinrich

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Bild: die Teilnehmer der Historikertagung

 

 

 

 

 

Erfolgreiche Frauenarbeit in den Freiwilligen Feuerwehren unseres Landkreises

Für unsere Feuerwehrfrauen konnte die Frauensprecherin des Kreisfeuerwehrverbandes Saalekreis, Kameradin Monika Rode, anlässlich des Frauentreffens am 08. April 2017 in Bad Dürrenberg (Volkshaus) gute Ergebnisse vorlegen.

Zur Zeit sind 13% der Mitglieder unserer Freiwilligen Feuerwehren Frauen. Circa 300 sind damit in den Wehren unseres Landkreises tätig.

Kameradin Rode betonte hier besonders die positive Entwicklung in den Kinder- und Jugendfeuerwehren, wo unsere Frauen durch ihr vorbildliches Engagement unverzichtbar geworden sind.

Aber auch als Leitungs- sowie Einsatzkräfte und in der Absicherung der verschiedensten Veranstaltungen der Feuerwehren wie z. B. Jubiläen, Kinder-und Jugendzeltlager, bei Wettkämpfen und zum Mitteldeutschen Feuerwehrfest leisten unsere Frauen eine gute Arbeit.

Eine wichtige Erkenntnis in der Entwicklung, so Kameradin Rode weiter, ist die Tatsache, dass die Feuerwehrmänner die Feuerwehrfrauen und ihren unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl immer mehr akzeptieren und äußerst schätzen.

Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Dürrenberg hatten sich für diese besondere Veranstaltung Einiges einfallen lassen und organisiert.

Da war zum einen die gelungenen Tanzvorführungen der kleinen Tanzmäuse aus Merseburg-Meuschau, die mit viel Beifall bedacht wurden und zum anderen die Unterhaltung durch die Disko „Mirko on Tour“ mit der Livesängerin „Steffi“ zu der ausgiebig das Tanzbein geschwungen wurde.

Und nicht zu vergessen die vorbildliche gastronomische Bewirtung, die ebenfalls ihren Anteil zu der guten Stimmung der Veranstaltung leistete.

Alle teilnehmenden 80 Frauen sowie die anwesenden Mitglieder des KFV Saalekreis mit ihrem Vorsitzenden, Kamerad Michael Jahn, waren sich einig, dass es eine würdige Veranstaltung war.

Aus diesem Grund ein besonderes Dankeschön an den Ortswehrleiter, Kamerad Bernhard Vogel, und sein Team für die hervorragende Organisation und das Gelingen des diesjährigen Frauentreffens.

Auch im Jahr 2018 werden sich unsere Feuerwehrfrauen im Sinne eines Erfahrungsaustausches

wieder treffen und freuen sich schon darauf.

 

Text und Bild: Jürgen Heinrich

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Bild 1: v.l.n.r.: Kameradin Rode, Frauensprecherin des KFV, Kam Vogel, OWL Bad Dürrenberg, Kameradin Nobereit, Organisatorin, Kam. Jahn

 

Feuerwehrgrundausbildung in der Gemeinde Salzatal erfolgreich absolviert!

 

In der Zeit vom 04.11.2016 bis 18.03.2017 fand wiederum in der Gemeinde Salzatal ein Lehrgang Grundausbildung / Truppmann Teil I statt.

 

Insgesamt 15 Anwärterinnen -und Anwärter aus den Ortsfeuerwehren Beesenstedt, Höhnstedt, Lieskau, Pfützthal, Schochwitz und Zappendorf nahmen an der Grundausbildung für ehrenamtliche Feuerwehrangehörige teil.

 

Die Ausbildung umfasst insgesamt 70 Stunden und ist gegliedert in praktischen und theoretischen Unterricht. Unter anderem in den Gerätehäusern Lieskau und Pfützthal erlernten die Anwärter die Grundlagen über Brennen und Löschen, das Verhalten bei Gefahr, die Rettung von Menschen, Tieren und Sachgütern, die technische Hilfeleistung bei Unglücksfällen, die lebensrettenden Sofortmaßnahmen (Erste Hilfe), Rechtsgrundlagen, sowie Fahrzeug- und Gerätekunde u.v.m..

Die Ausbildung endete mit einer Prüfung, die einen theoretischen und einen praktischen Teil enthält.

Hier galt es, das Gelernte in die Praxis umzusetzen und unter Beweis zu stellen. Auf diese Ausbildung, in der jeder Feuerwehrangehörige die grundlegenden Fähigkeiten erwirbt, bauen alle weiteren Lehrgänge und Spezialisierungen auf. Es folgen als nächste Lehrgänge beispielsweise der Sprechfunklehrgang sowie der Lehrgang Atemschutzgeräteträger.

 

Die Ausbilder Kamerad Frank Kittel und Kamerad Hendrik Walther sowie Ausbilder und Gemeindewehrleiter Stephan Ossig dankten allen neuen Feuerwehrleuten - alle Absolventen hatten bestanden - für ihre engagierte Mitarbeit im Unterricht und wünschten allen einen guten Start in die Feuerwehrkarriere.

Der Dank gilt auch den Ausbildern selbst sowie allen weiteren Helfern rund um den Lehrgang, die allesamt ihre Tätigkeiten ehrenamtlich in ihrer Freizeit geleistet haben.

 

Nunmehr kann die Gemeindefeuerwehr Salzatal auf 15 neue Kameradinnen und Kameraden in den Reihen der Einsatzabteilungen der einzelnen Ortsfeuerwehren im Bedarfsfall zurückgreifen. Einige von ihnen haben auch bereits im aktiven Einsatz ihr erlerntes zur Anwendung bringen müssen.

 

Es verdient eine hohe Anerkennung, dass auch diese Anwärter ihre Freizeit für das Ehrenamt Feuerwehr im Auftrag der Gemeinde zur Verfügung stellen.

 

Gut Wehr!

Text und Bild: Stephan Ossig, GemeindewehrleiterFreiwillige Feuerwehr Salzatal

 

 

Gruppenfoto - Grundausbildung 2016/2017 (Foto: Stephan Ossig)

 

praktische Ausbildung 4-teilige Steckleiter - Grundausbildung 2016/2017 (Foto: Steve Rutsch)

 

 

Winteraktion der Kinderfeuerwehren am Raßnitzer See

Am 11. März trafen sich die Kinderfeuerwehren aus der Gemeinde Schkopau (Ortswehren Knapendorf, Lochau, Korbetha-Bündorf, Luppenau, Dörstewitz und Raßnitz) und aus der Gemeinde Kabelsketal (Ortswehr Dölkau) zu ihrer gemeinsamen Winteraktion. Die Kinderfeuerwehr der Ortsfeuerwehr Zöschen-Zweimen war zu dieser Ausbildung mit eingeladen. Bei trübem aber niederschlagsfreiem Wetter trafen die Kinder mit ihren Betreuern am Raßnitzer See in der Nähe des Aussichtsturmes ein. Die knapp 30 Kinder bauten gemeinsam mit ihren 30 Betreuern zehn Stationen entlang eines Rundweges am See auf. Die Kindergruppen zogen nun von Station zu Station und absolvierten die Übungen.

Bei der ersten Übung waren Geschicklichkeit und Körperbeherrschung gefragt: Auf einer Krankentrage, die auf dem Boden stand, lag ein Hüpfball. Nun mussten vier Kinder ganz gleichmäßig die Trage hochheben, ohne dass der Ball runterrollte. Bei den Übungen wurde keine Zeit genommen und auch kein Wettbewerb unter den Kindern angestrebt. Es kam nur auf das erfolgreiche Absolvieren der Übung an; bei Fehlversuchen konnte alles wiederholt werden. Anschließend zog die Gruppe zur nächsten Station. Hier wurden sie mit Feuerwehrtechnik vertraut gemacht. Ein hydraulischer Spreizer war an einem Dreibock aufgehängt. Vorsichtig mussten Holzwürfel gegriffen und auf einem Tisch abgelegt werden. Feingefühl und Motorik waren dabei gefragt. Bei der nächsten Station war eine Schlängellaufstrecke aufgebaut. Am Ziel waren mehrere Kniebeugen vorgeschrieben. Danach schloss sich ein Brückenbau aus Getränkekästen an. Die Kinder durften den Boden nicht betreten – vor ihnen musste ein neues Brückenteil montiert werden, das eben erst am Ende der Brücke abgebrochen worden war. Teamgeist war auch bei dieser Übung gefragt. Die Betreuer aus Zöschen-Zweimen (Jana Bley und ihr Team) hatten sich etwas Besonderes ausgedacht: Ein C-Schlauch hatte als Schlange einen Golfball verschluckt. Durch geschicktes Heben und Senken, ggf. Massieren musste der Ball den Schlauch passieren.

Als alle Stationen absolviert und die entsprechende Strecke an der frischen Luft zurückgelegt war, war auch die Mittagszeit angebrochen und alle hatte großen Hunger.  Die Kameraden aus Großkugel hatten dazu ihre Gulaschkanone in Stellung gebracht.  Die Makkaroni mit roter Soße schmeckten allen vorzüglich. Eine prima Idee.

Vielleicht ist noch Platz für eine weitere Wehr aus unserer Stadt. Vielen Dank, dabei sein zu dürfen, sagen die Kameraden aus Zöschen-Zweimen (Stadt Leuna).

Text: Georg Schicht

Fotos: Martina Hartmann

Begrüßungs-Appell_a

Bild 1: beim Begrüßungsappell

Die Schlange Teil 2_a

Bild 2: Die Schlauchschlange

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Bild 3: Gleichgewichthalten mit Steckleiterteil

Schlängellauf und Hixe_a (1)

Bild 4: Schlängellauf und Hixe erfordern viel Geschicklichkeit

 

Höhepunkte der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Lauchstädt

Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen FeuerwehrBad Lauchstädt am 25. Februar 2017  konnte der Vorsitzende unseres Verbandes, Kamerad Michael Jahn, den Stadtwehrleiter, Kamerad Karsten Pfitzner,  und den Ortswehrleiter, Kamerad Heiko Bohnensack, für ihr vierzigjähriges Dienstjubiläum bei der Freiwilligen Feuerwehr auszeichnen.

Kamerad Jahn betonte in seiner Laudatio, dass Kamerad Pfitzner, der seine Laufbahn bei der Freiwilligen Feuerwehr einst in der AG „Junge Brandschutzhelfer“ begann,  seit 25 Jahren mit großem Erfolg die Funktion des Stadtwehrleiter ausübt. Sein großes Engagement, sein hohes Wissen und Können und nicht zuletzt sein menschliches Einfühlungsvermögen in der Ausübung seines Ehrenamtes führten 1992 zur Wahl als Stadtwehrleiters. Weitere besondere Verdienste hat er sich auch in seiner Tätigkeit als Kreisausbilder für Sprechfunker erworben.

Auf eine ebenso erfolgreiche Entwicklung in der Wehr kann  der Ortswehrleiter, Kamerad Bohnensack, verweisen. Beginnend als „Junger Brandschutzhelfer“,  später als Einsatzkraft hat er sich durch sein vorbildliches ehrenamtliches Engagement und seine unermüdliche Einsatz-bereitschaft für das Gemeinwohl in hohem Maße bewährt und wurde infolge dessen 1996 zum Ortswehrleiter gewählt. Darüber hinaus ist er noch als Kreisausbilder für technische Hilfe- leistungen tätig.

Beide Kameraden, betonte Kamerad Jahn weiter, trugen wesentlich dazu bei, dass die Lauchstädter Wehr zu den stabilsten Wehren mit einer hohen Einsatzbereitschaft in unserem Landkreis gehört. 

Dies bestätigt auch die Statistik für das Jahr 2016. So mussten die 24 Einsatzkräfte im Berichtszeitraum zu 50 Einsätzen (Brandbekämpfungen, technische Hilfeleistungen und sonstige Einsätze) ausrücken.

Eine positive Entwicklung kann auch für die 18 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und die 10 Mitglieder der Kinderfeuerwehr verzeichnet werden.

Der Spielmannszug der Wehr mit seinen 33 Mitgliedern begeistert immer wieder mit seiner Musik  bei vielen Veranstaltungen in Nah und Fern.

Auch die 37 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sind aktiv tätig und sehr am Geschehen in der Wehr interessiert und gehören noch lange nicht zum „Alten Eisen“.

Unter Federführung der Kameraden Pfitzner und Bohnensack ist die Wehr auch im Jahr 2017 bestrebt,  ihre Aufgaben im Interesse der Bürgerinnen und Bürger mit einer hohen Einsatz-bereitschaft und in einer guten Qualität erfolgreich fortzusetzen.

 

Text:  Jürgen Heinrich

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Bild 1: v.l.n.r SWL Karsten Pfitzner, OWL Heiko Bohnensack, Michael Jahn beim Verlesen der Laudatio

 

 Positive Bilanz der Feuerwehr Bad Dürrenberg für das Jahr 2016

Peter Theile, Stadtwehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Dürrenberg, hat ein Lächeln auf den Lippen, als er die Jahresbilanz für 2016 seinen Kameradinnen und Kameraden sowie Gästen im Haus des Volkes vorstellte. Zufrieden blickte er auf ein Jahr voller Feuerwehrarbeit mit Einsätzen, Übungen und Ausbildungen zurück. Insgesamt 140 Einsätze wurden durch die Floriansjünger vergangenes Jahr abgearbeitet (darunter 64 Brandeinsätze sowie 75 technische Hilfeleistungen), was im Vergleich zu den vorliegenden Jahren dem Durchschnitt entspricht. Schon zu Beginn des Jahres waren die Kameraden am 02.01.2016 gefordert, um einen Großbrand in einem Gartenlokal zu bekämpfen. Circa 50 Einsatzkräfte waren dabei knapp 12 Stunden im Einsatz um das Feuer zu löschen. Doch auch eine größere Übung im Parkinternat zählte im Jahr 2016 zu den Ausbildungsschwerpunkten, bei denen immer wieder theoretische und praktische Themen behandelt wurden um im Ernstfall adäquat Hilfe leisten zu können. „Die Voraussetzungen in der Ortsfeuerwehr Bad Dürrenberg sind gut“, so Theile. Man verfüge über eine moderne Feuerwache mit entsprechender Fahrzeugtechnik, die in den letzten Jahren teilweise erneuert wurde. Für das Jahr 2017 erwarte man zudem ein neues Logistikfahrzeug, welches aus einer Zentralbeschaffung des Landes kommt und teilweise gefördert wurde. Neben den Einsätzen und Ausbildungen beteiligte sich die Feuerwehr darüber hinaus an örtlichen Veranstaltungen der Stadt wie dem Brunnenfest oder dem Weihnachtsmarkt. Kritisch hingegen äußerte sich Theile zu den Abschaffungsplänen der Sirenenanlagen in Bad Dürrenberg sowie zur aktuellen Löschwasserversorgung in der Stadt. In manchen Gebieten sei diese unzureichend und könnte die Kameraden im Ernstfall vor enorme Probleme stellen. Bürgermeister Christoph Schulz (CDU) lobte die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden sehr und verdeutlichte, wie wichtig es sei diese zu unterstützen. Besonders erfreulich ist die Anzahl der Kinder- und Jugendfeuerwehrmitglieder in der Salinestadt. Insgesamt 60 Kinder und Jugendliche werden spielerisch und dynamisch in den Ortsfeuerwehren Bad Dürrenberg und Tollwitz an die Arbeit in einer Feuerwehr herangeführt. Unter Leitung von Stadtjugendwart Michael Kiepsch wurden so 2016 zahlreiche Ausflüge und Unternehmungen organisiert und durchgeführt. Im Mittelpunkt stand dabei das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager, die Fahrt in den Erlebnispark Belantis in Leipzig oder der Aktionstag im bulabana Spaßbad in Naumburg. Kiepsch äußerte noch einmal, wie wichtig es sei Kinder und Jugendliche früh an Themen wie Brandschutz- und Verkehrserziehung heranzuführen. Einen besonderen Dank sprach Ortswehrleiter Bernhard Vogel der langjährigen Polizeiobermeisterin Eveline Singer aus. Sie arbeitete in den vergangenen Jahren als Regionalbereichsbeamtin in Bad Dürrenberg eng mit der Feuerwehr zusammen und geht nun in ihren verdienten Ruhestand. Als Nachfolger wird Polizeioberkommissar Steffen Bültermann die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre weiterführen.

 Text und Bilde:  Tony Panse

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Bild 1: Kamerad Martin Luther (links) wurde durch Ortswehrleiter Bernhard Vogel zum Ersten Hauptfeuerwehrmann befördert sowie zu zehn Jahren treue Dienste in der Feuerwehr ausgezeichnet

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Bild 2: Anthony Brückner (links) wurde nach bestandener Grundausbildung zum Feuerwehrmann befördert

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IBild 3: Polizeiobermeisterin Eveline Singer erhielt von den Kameraden ein Dankeschön für die jahrelang gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Polizei

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Bild 4: Die Kameraden Lisa Schmidt, Anthony Brückner und Philip Ilisch (v.r.) wurden durch Stadtwehrleiter Peter Theile, Bürgermeister Christoph Schulz (CDU) sowie Ortswehrleiter Bernhard Vogel (v.l.) zum Feuerwehrmann befördert.

 

Festsitzung der Freiwilligen Feuerwehr Großkugel (Kabelsketal) anlässlich ihres neunzigjährigen Bestehens

Am 11.Februar 2017 beging die Freiwillige Feuerwehr Großkugel – jetzt Ortsfeuerwehr im Kabelsketal – ihr neunzigjähriges Jubiläum.

Der Ortswehrleiter, Kamerad Denny Kühn, eröffnete die Festsitzung und begrüßte den Gemeindebürgermeister von Kabelsketal, Herrn Kurt Hambacher, den Gemeindewehrleiter, Kamerad Andreas Erhardt sowie den Kameraden Jürgen Heinrich vom Vorstand des  Kreisfeuerwehrverbandes Saalekreis.

Die Festrede hielt der Kamerad Ingolf Brömme von der FF Osmünde, der Mitglied der Facharbeitsgruppe Feuerwehrhistorik des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt und Vorsitzender des Heimatvereins „Osmünder Spritze 1811“ ist.

In seinen Ausführungen schilderte Kamerad Brömme sehr informativ und anschaulich die Entwicklung der Wehr von Großkugel.

Am 08.Februar 1927 erklärten sich hier 46 aktive Männer und 8 passive bereit, als Mitglieder  eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Sie wählten einen Vorstand, der alle notwendigen Maßnahmen einleiten sollte wie z. B. Bestellung von Uniformen, Abnahme der Wehr und die Vorbereitung der Gründungsfeier. Diese erfolgte am 26.Mai 1927 und hier führten die neuen Feuerwehrleute ihre erste Übung vor, die sie mit Bravour absolvierten.

Seit dem Jahre 1933 wurde die Arbeit der Wehr von einer ersten Feuerlöschordnung bestimmt. 1935 erhielten sie eine Motorspritze und ein Löschauto, damit war die Einsatzbereit- schaft der Wehr in einem hohen Maße gewährleistet. Mit Beginn des 2. Weltkrieges hatte auch die Wehr Großkugel Tote zu beklagen und die vorhandene Löschtechnik war erheblich beschädigt bzw. unbrauchbar geworden.

Trotz der vergangenen Schrecken der Kriegsgeschehen fanden sich in der Folgezeit von 1945 bis 1949 16 junge Männer die bereit waren, die Freiwillige Feuerwehr in Großkugel wieder aufzubauen. 1953 wurde die Wehr mit einer Motorspritze Typ TS 8 mit Tragkraftspritzenanhänger ausgerüstet und erreichte damit eine erhebliche Leistungssteigerung der Löschwasserförderung.

1961 erfolgte ein weiterer bedeutsamer Schritt in der Entwicklung der Wehr, die Pionierfeuerwehr wurde gegründet.

Ein besonderer Höhepunkt im Leben der Wehr war die Einweihung des Gerätehauses am 07.Oktober 1967. Die positive Entwicklung der Wehr setzte sich permanent bis in die 1980er Jahre fort, dies betrifft vor allem die weitere Ausrüstung unter anderem mit einem

LF 8 TS LO 1801 sowie 1983 ein LF 8 – TS. STA.

Auch sportliche Erfolge im Feuerwehrkampfsport mit einer aktiven Frauenlöschgruppe waren mitbestimmend für das Geschehen in der Wehr.

Mit der politischen Wende 1989/ 1990 setzte sich der positive Trend in der Freiwilligen Feuerwehr Großkugel mit weiteren Höhepunkten fort, besonders bei der Ausstattung mit Lösch-technik.

Aber auch zu der so wichtigen Nachwuchsarbeit wurde der Grundstein gelegt, dazu wurde 1996 die Jugendfeuerwehr gegründet.

Die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses, das am 07.Dezember 1999 feierlich eingeweiht wurde, war ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Wehr.

Ein ganz besonders emotionaler Höhepunkt für die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Großkugel war ihre Fahnenweihe im November des Jahres 2009.

Höchst interessant beim Vortrag des Kameraden Brömme waren die Darlegungen über das Löschwesen vom Beginn im Mittelalter an bis zur Gründung von Freiwilligen Feuerwehren.

Mit vorhandenen Dokumenten belegte er sehr anschaulich, dass über alle gesellschaftlichen Epochen hinweg das Motiv des Handelns der Feuerwehren immer davon getragen war und ist: „Helfen in Not – ist unser Gebot“.

Der Beifall nach dem Ende des sehr informativen Vortrages bestätigte mit Nachdruck – dies war ein würdiger Beitrag des Kameraden Brömme zur Jubiläumsfeier der Ortsfeuerwehr Großkugel.

 

Bild und Text: Jürgen Heinrich

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Bild: li. Kam Ingolf Brömme, re. Kamerad Denny Kühn

Atemschutzausbildung der Ortsfeuerwehren Beuna und Geusa/Blösien (FF Merseburg)

Am 04.03.2017 trafen sich die Kameraden der Ortsfeuerwehren Beuna und Geusa/Blösien (Feuerwehr Merseburg) gemeinsam zu einem Ausbildungssamstag zum Thema "Atemschutz". Zu Beginn wurden in einem theoretischen Teil noch mal die wichtigsten Einsatzgrundsätze zusammengefasst, welche unter anderem die Funktion und Beschaffenheit der Atemschutzgeräte, das Vorgehen im Atemschutzeinsatz sowie die Rettung verunfallter Atemschutzgeräteträger umfasste. Anschließend folgte auch schon die erste Übung zum warm werden. Die Kameraden mussten truppweise in einem verqualmten Raum vorgehen und einen Parcours, bestehend aus Hindernissen zwischen zwei Steckleiterteilen, absolvieren. Schwieriger hingegen gestaltete sich schon die nächste Übung in der es galt, eine verletzte Person (Übungspuppe) einen steilen Treppenaufgang herunter- und wieder herauf zu transportieren. Dabei spielte Kommunikation eine große Rolle, um die Person möglichst schonend zu transportieren. In der letzten Großübung galt es, einen unter Atemschutz vorgehenden Trupp, welcher verunfallt war, sicher aus dem Brandobjekt zu retten und zu versorgen. Dabei  wurde erstmals von den Kameraden die Tasche für den Sicherheitstrupp, ausgestattet mit einer zusätzlichen Flasche Atemluft, einem Rettungstuch, einer Fluchthaube sowie Zubehör zur Rettung von Personen ausprobiert und verwendet. Gerade das Rettungstuch erwies sich hierbei als äußerst hilfreich als Transportmittel.

Text und Bilder: Tony Panse

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Bild 1: Das taktisch richtige Vorgehen im Brandraum wurde geübt

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Bild 2: Atemschutzüberwachung wird groß geschrieben

 

 

Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Merseburg zu zwei schweren Verkehrsunfällen

Am 20.01.2017 wurden die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Merseburg 14.16 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen.  Gegen 14.19 Uhr trafen sie an der Unfallstelle ein und fanden ein schreckliches Bild vor.

Ein Pkw (Taxi) war gegen einen Baum gefahren und hatte sich um diesen gewickelt.

Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen der Einsatz- und der Rettungskräfte hatten die Reanima-tionsversuche bei der Fahrerin des Taxis keinen Erfolg. Sie erlag ihren schweren Verletzungen.

Der stark beschädigte Baum wurde nach der Bergung des verunfallten Fahrzeuges stabilisiert und später gefällt.

An Technik wurde ein HLF und eine DL 30 eingesetzt. Der Einsatz war gegen 17.17 Uhr beendet.

Am 21.02.2017 wurden die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Merseburg gegen 0.37 Uhr erneut alarmiert. An einer Kreuzung hatte ein Pkw einen Radfahrer erfasst, der auf der Vorfahrtsstraße unterwegs war, und wurde auf die gegenüberliegende Straßenseite unter einen hier stehenden Container geschleudert.

Gegen 0.49 Uhr waren die Kräfte am Unfallort und mussten die Unfallstelle ausleuchten.

Mit maßlosem Erschrecken mussten sie hier feststellen, dass der verunfallte Radfahrer ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Merseburg war, der vom Dienst kam und nun schwer-verletzt unter dem Container lag.  Er kam mit dem Rettungshubschrauber in die  Klinik Bergmannstrost nach Halle und ringt dort immer noch um sein Leben und die Genesung seiner schweren Verletzungen.

Zum Einsatz kamen ein HLF und die DLK 23/12.

Die Gedanken und guten Wünsche des Teams der Freiwilligen Feuerwehr Merseburg sind bei ihrem schwer verletzten Kameraden.

Bild und Text: Jürgen Heinrich

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Bild 1: Das verunfallte Taxi

 

Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Friedensdorf (Stadt Leuna)

Am Samstag, den 28.01 führte die Ortsfeuerwehr Friedensdorf ihre Jahreshauptversammlung 2017 in den Räumlichkeiten der örtlichen Gemeinde durch. Zu Beginn gab der Ortswehrleiter, Kamerad Ingo Zintsch seinen Rechenschaftsbericht für das Jahr 2016 ab. Die 26 Einsatzkräfte, davon vier Frauen wurden im vergangenen Jahr zu sechs Einsätzen alarmiert. Dazu zählen fünf Brandeinsätze sowie die Absicherung eines Bombenfundes in Spergau. Als besonderer Schwerpunkt zählte im abgelaufenen Jahr die Standortausbildung der Einsatzkräfte, in denen über 70 Stunden genutzt wurden, um sich durch theoretische sowie praktische Themen weiterzubilden. Kritisch hingegen vermerkte Zintsch, dass sich nicht alle Kameradinnen und Kameraden am aktiven Dienstgeschehen beteiligen, was in diesem Jahr verbessert werden soll. Beim Seepokallauf wurde im vergangenen Jahr ein guter 5. Platz erreicht, sowie der traditionelle Oldie Cup in Friedensdorf durchgeführt. Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung der Kameradin Monika Scheibner für 40 Jahre-, sowie des Kameraden Enrico Urbanek für 30 Jahre Verdienste in der Freiwilligen Feuerwehr, welche mit der Medaille für treue Dienste im Brandschutz des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet wurden. Der Ortsbürgermeister Herr Michael Bedla bedankte sich für die ständige Einsatzbereitschaft in der Ortsfeuerwehr und wünschte allen Kameradinnen und Kameraden einen schönen Abend.

Der diesjährige Oldie-Cup findet am 10.06. ab 10 Uhr in Friedensdorf statt.

Text und Bilder: Tony Panse

Friedensdorf 1

Bild 1: Kam Huffziger (KFV), Kam. Enrico Urbanek, WL Kam. Ingo Zintsch, Orts-BM Michael Bedla

 

"Zur Brandbekämpfung vor“ - Prüflinge absolvieren Grundausbildung bei der FF Merseburg

Man merkt Ihnen die Erleichterung an, als die elf Prüflinge am vergangenen Samstag Ihre Urkunde zur bestandenen "Truppmannausbildung Teil 1" in den Händen halten. Knapp 70 Stunden verbrachten die Kameradinnen und Kameraden aus dem südlichen Saalekreis im 14-Tages-Rhythmus in der Merseburger Feuerwache, um auf den Tag der Prüfung hinzuarbeiten. Doch bevor der Grundstein für die Feuerwehrlaufbahn gelegt war, mussten sich die "Neulinge" in verschiedenen Prüfungsteilen beweisen. Zu Beginn erfolgte eine schriftliche Leistungskontrolle, in der es galt die 32 Fragen unter anderem zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung bei Feuerwehreinsätzen richtig zu lösen. 107 Punkte sollten nach Möglichkeit erreicht werden, um den ersten Teil des Tages mit Erfolg abzuschließen. Nach einer kurzen Frühstückspause zur Stärkung erfolgte eine praktische Abfrage von wichtigen Knoten und Stichen, welche im Feuerwehralltag kaum wegzudenken sind, um zum Beispiel Gegenstände oder Personen zu sichern. Im Anschluss mussten die Feuerwehrkameraden truppweise, also zu zweit, aus den verschiedensten Bereichen Gegenstände erklären sowie aufbauen. Darunter zählte zum Beispiel ein Beleuchtungsstativ um Einsatzstellen bei Dunkelheit auszuleuchten, der Aufbau eines Schaumsystems um ein alternatives Löschmittel zu erhalten oder das Anlegen von Steckleitern, wie sie zur Personenrettung an Gebäuden eingesetzt werden. Damit in der Prüfung nicht nur das einzelne Vorgehen in Trupps, sondern auch in der großen Gruppe - also zu neunt getestet werden kann, hat die Ausbilderin Peggy Drehkopf mit Hilfe von anderen Feuerwehrkameraden der Feuerwehr Merseburg zwei Einsatzübungen erarbeitet und vorbereitet. Zum einen galt es, bei einer technischen Hilfeleistung eine eingeklemmte Person mittels Druckkissen unter einem Fahrzeug zu befreien. Dabei wurden die zwei Kissen gleichmäßig aufgeblasen um das Fahrzeug, welches vorher ausreichend stabilisiert wurde zu erhöhen, damit die eingeklemmte Person befreit werden kann. Hinzu kommt eine völlige Dunkelheit in der Waschhalle der Feuerwache. Um die Einsatzstelle ausreichend auszuleuchten, musste zusätzlich ein Stativ mit großen Scheinwerfern installiert werden, um optimal arbeiten zu können. Doch bevor der Prüfungstag geschafft war, mussten sich die Kameraden noch in einer letzten Übung beweisen - ein Feuer mit einer vermissten Person. Stadtwehrleiter Dirk Grötzsch vernebelte dazu realitätsnah die Waschhalle, in der auch schon die technische Hilfeleistung stattfand. Unter Nullsicht mussten sich die Prüflinge mit Ihren Handlampen vorarbeiten, um zuerst die Person zu finden und abzutransportieren und, um anschließend das Feuer, welches auf den Außenbereich der Feuerwehr verlegt wurde, zu löschen. Um so mehr kann man am Ende nachvollziehen, welche Erleichterung in jedem der Teilnehmer steckt, nachdem sie von Ausbilderin Drehkopf die Urkunden überreicht bekommen haben. Auch Sie war besonders stolz auf ihre Schützlinge, die ihr mittlerweile ans Herz gewachsen waren.

Text und Bilder: Tony Panse

Teilnehmer GA 17

Bild 1: Die Teilnehmer lernen die theoretischen Grundlagen

Prakt. Uebung

Bild 2: Elemente der praktischen Prüfung

 

Pressemeldungen 2017